Das warm-up für die Formel 1 in Spielberg

31.05.2022

BOSS GP (c) Michael Jurtin
BOSS GP mit Salzburger Beteiligung

Bevor in gut einem Monat der Formel-1-Grand-Prix von Österreich am Red Bull Ring ausgetragen wird, sind bereits am kommenden Wochenende kostbare Schätze in Rennaction am Spielberg zu bewundern. Europas schnellste Rennserie, BOSS GP, versammelt von Freitag bis Sonntag mehrere Tausend PS in der Startaufstellung. 22 Big Open Single Seater – Formel 1, IndyCar, Formel 2 und GP2, World Series by Renault und Nissan – werden für ein unüberhörbares Programm am Red Bull Ring sorgen.

Legendäre Autos von Vettel, Klien und Berger

Teil dieses Orchesters sind u.a. der Toro Rosso STR3, mit dem Sebastien Vettel seinen ersten Rennsieg im Regen von Monza feierte, Christian Kliens erster Formel-1-Wagen, der Jaguar R5, und Gerhard Bergers letztes Siegerauto, der Benetton B197. Dazu kommt der US-amerikanische IndyCar-Bolide von Anton Werner (GER, Ryschka Motorsport), der das bunte Starterfeld ebenfalls bereichert. Ein Altbekannter gibt zudem sein Comeback in der BOSS GP Racing Series: Frits van Eerd (NLD, VES Racing), ProAM-Weltmeister in der Langstrecken-WM 2021 und langjähriger BOSS GP-Fahrer wird mit seinem Jaguar R5 versuchen, Auftakt-Doppelsieger Ingo Gerstl (AUT, Top Speed) im Toro Rosso STR1 Paroli zu bieten. 

Formula 1 Monaco: Red Bull triumphiert in Monte Carlo

29.05.2022

Sergio Perez (c) Mark Thompson Getty Images Red Bull Content Pool
Sergio Perez

Überraschung  beim Großen Preis von Monte Carlo: Nicht die favorisierten Ferraris und auch nicht Max Verstappen sondern Sergio Perez im Red Bull triumphiert im Fürstentum:

Kurz vor dem Start begann es stark zu regnen, der Rennstart verzögerte sich um über eine Stunde, nachdem die Autos auf sehr nasser Strecke zwei Runden hinter dem Safety Car gefahren waren. Sobald das Rennen begonnen hatte, begann die Strecke bald abzutrocknen, und so war Sergio Perez in Runde 16 der erste der Spitzenreiter, der an die Box kam und von Regen- auf Intermediate-Reifen wechselte. Leclerc nahm zwei Runden später die gleiche Änderung vor, ebenso wie Max Verstappen. Sainz blieb jedoch bis Runde 22 draußen und wechselte direkt auf Slicks, und es wurde beschlossen, dasselbe mit Charles zu tun, indem er ihn zur gleichen Zeit für einen Doppelstopp einholte. Dies spielte Red Bull in die Hände, als es Sergio Perez gelang, Carlos einen Schritt voraus zu sein, und Verstappen tat dasselbe mit Charles. Das Rennen war zu diesem Zeitpunkt mehr oder weniger gelaufen, allerdings wurde es noch einmal abgebrochen, nachdem Mick Schumacher einen schweren Unfall im Schwimmbad hatte, aus dem er glücklicherweise unversehrt herauskam. Der F1-75 war schneller als seine Konkurrenten, aber die Positionen blieben unverändert.

 

Formula 1 Monaco: Leclerc hat Heimsieg im Visier

28.05.2022

Max Verstappen Monaco (c) Clive Rose Getty Images Red Bull Content Pool
Max Verstappen Monaco (

Spannendes Qualifying zum Großen Preis von Monaco, das nach einer roten Flagge ein vorzeitiges Ende fand, wodurch einige Fahrer ihre letzte gezeitete Runde verloren. Die Wettervorhersage für den Sonntag sagt vermehrt Regen voraus, so dass für den morgigen Grand Prix schwierige, gemischte Bedingungen zu erwarten sind – für Spannung ist also gesorgt. Im Abschlusstraining waren einmal die Ferraris das Maß der Dinge, gefolgt von den Boliden aus dem Salzburger Dosenimperium.

Charles Leclerc sicherte sich in dieser Saison in seinem F1-75 seine fünfte Pole-Position in sieben Rennen und kann sich auf Carlos Sainz an seiner Seite verlassen. Es war ein nahezu perfektes Qualifying für das Ferrari-Team: Leclerc holte seine 14. Pole-Position in seiner Karriere, was ihn auf den vierten Platz in der ewigen Liste der Ferrari-Fahrer bringt, nur einen hinter Felipe Massa. Es war die 235. Pole und der 68. Doppelsieg der Scuderia in der Qualifikation. 

Aus der zweiten Reihe starten die Boliden von Red Bull – ungewohnt allerdings die Reihenfolge - Sergio Perez vor WM-Leader Max Verstappen.

 

Formula 1 Monaco: Ferraris dominieren den Auftakt

27.05.2022

Monaco 2022 (c) Scuderia Ferrari Press Office
Monaco 2022

Zum ersten Mal in der Geschichte des Großen Preises von Monaco waren die Formel-1-Autos an einem Freitag auf der Strecke, und die Scuderia Ferrari-Fahrer Charles Leclerc und Carlos Sainz fuhren die beiden schnellsten Zeiten des Tages.

Wie immer in Monaco besteht der Hauptzweck des freien Trainings darin, den Fahrern zu ermöglichen, so viele Runden wie möglich zu fahren, um auf dem Stadtkurs in einen Rhythmus zu kommen. Tüffteln und Ausprobieren war am ersten Tag also angesagt und da hatten die Ferraris ganz klar das bessere Package als die Renner von Red Bull.

Leclerc hat bei seinem Heimrennen in Monaco noch nie die Zielflagge gesehen – diesesmal scheint die Ausgangslage für ihn aber perfekt zu sein - zweimal Bestzeit in den ersten beiden Trainings. Entscheidend dann morgen das das Qualifying am Samstag, den die Pole das wäre gerade in Monaco schon der halbe Sieg.

Weltmeister Verstappen ist als Vierter mit 0,181 Sekunden 0,044 Sekunden Rückstand in den beiden ersten Trainings derzeit noch nicht ganz bei der Musik mit dabei.

Schwach einmal mehr Rekordweltmeister Lewis Hamilton, der im Mercedes nicht über Platz zwölf hinauskam.

 

Formula 1: Grand Prix von Monte Carlo

27.05.2022

Charles Leclerc (c) Scuderia Ferrari Press Office
Heimrennen für Charles Leclerc

Wenige Tage nach dem Großen Preis von Spanien ist die Formel-1-Weltmeisterschaft zurück auf der Strecke für das ungewöhnlichste Rennen im Kalender, den Großen Preis von Monaco. Es ist sicherlich der schillerndste Grand Prix des Jahres und zugleich der Gefährlichste. Keine Auslaufzonen und wenig Überholmöglichkeiten.

Das Fürstentum ist in diesem Jahr zum 68. Mal Austragungsort eines Formel 1-Rennens. Rekordsieger ist der unvergessene Ayrton Senna mit sechs Erfolgen, dicht gefolgt von Graham Hill und Michael Schumacher mit jeweils fünf Siegen auf dem Stadtkurs an der Côte d’Azur. Hamilton ist mit drei Siegen der erfolgreichste aktive Pilot in Monaco. Bei den Teams führt McLaren mit 15 Siegen die Liste vor Ferrari (9 Siege) an. Das Mercedes F1 Team hat bislang fünf Mal in Monaco gewinnen können, drei Mal in Folge mit Nico Rosberg (2013-2015) und zwei Mal mit Lewis (2016, 2019). Mercedes-Power triumphierte seit 1998 bislang zwölf Mal in Monaco, nur Fahrzeuge mit Ford-Motoren konnten einen Sieg mehr erringen. Der absolute Rundenrekord liegt bei 1:10.166 Minuten, aufgestellt von Hamilton im dritten Qualifying-Abschnitt 2019. Die schnellste gefahrene Rennrunde geht ebenfalls auf das Konto von Lewis Hamilton (1:12.909 Minuten in der Saison 2021).

Es ist das Heimrennen von Charles Leclerc und mit 260 Kilometern das kürzeste Rennen der Saison, statt der üblichen Distanz von etwas mehr als 300.

Entscheidend ist die Qualifikation. Auf dem mit zehn Rechtskurven und neun Linkskurven extrem engen Kurs gibt es kaum schnelle Passagen. Viele von ihnen, wie Ste. Devote, Mirabeau, Rascasse und die 180°-Kehre vor dem Fairmont Hotel haben sich ihren Platz im Geschichtsbuch der Formel 1 verdient. Es versteht sich daher von selbst, dass diese Eigenschaften dazu führen, dass das Qualifying in Monaco wichtiger ist als auf jeder anderen Strecke. Letztes Jahr holte Charles die Pole-Position, hatte aber infolge eines Sturzes am Samstag ein mechanisches Problem, wodurch er das Rennen nicht starten konnte. Carlos Sainz wurde Zweiter und sicherte sich mit der Scuderia Ferrari seinen ersten Podiumsplatz. 

Eine wesentliche Änderung gibt es im „Wochenendfahrplan“. Die Tradition, den ersten Tag des freien Trainings an einem Donnerstag zu veranstalten, ist zu Ende und die Veranstaltung wird zum ersten Mal mit jedem anderen Grand Prix gleichgezogen, wobei das Training am Freitag stattfindet. Die erste Session findet um 14 Uhr MESZ statt, die zweite um 17 Uhr. Die dritte und letzte Stunde des freien Trainings findet am Samstag um 13 Uhr statt, gefolgt vom Qualifying um 16 Uhr.