ELECTRIC LOVE FESTIVAL 2026 BEGEISTERT

12.07.2026

Festival geht ohne gröbere Zwischenfälle über die Bühne

Swedish House Mafia (c) SuSi / salzburgLiVE.com
Swedish House Mafia als Publikumsmagnet

Swedish House MafiaDJ Diesel (Shaquille O’Neal), Armin van BuurenPaul KalkbrennerKSHMRBUNT., Holy PriestJohn NewmanDimitri VegasHUGELKlangkuenstler – das waren die klingendsten Namen des Electric Love Festivals 2026. Das große Musikspektakel zog auch in diesem Jahr die Massen zum Salzburgring. 180.000 Besucher aus 80 Nationen,  mehr als 200 Künstler auf sieben Bühnen das sind die beeindruckenden Zahlen. Die begehrten Tickets für das ELF waren heuer so schnell vergriffen wie noch nie zuvor.

Das skandinavisches Kult-Trio der Swedish House Mafia war der Publikumsmagnet der 13. Edition des Festivals. Allerdings die Fans mussten sich gedulden, bis sie ihren Auftritt erleben konnten. Ein angeblicher Defekt an ihrem Flieger soll schuld daran gewesen sein, dass sich ihr Auftritt gut eine Stunden später als geplant über die Bühne ging. Dan Lee Live wurden vorgezogen, ehe dann die Stars aus Schweden kurz nach 01:00 Uhr den Salzburgring zum Beben brachten.

Nicht nur beim Design der Bühnen muss jedes Jahr etwas Neues her. Auch bei der Technik beeindruckten Veranstalter Revolution Event (REVO) mit High-Tech-Inovationenen: Sichtbar noch größere LED-Wände, hörbar Bässe die noch intensiver und sind stärker spürbar waren – Europapremiere für Subwoofer der neuesten Generation.

Langjährige Festival-Besucher sind sich einig: Es war wohl einen der tollsten Ausgabe des Electric Love Festivals das man je am Salzburgring gesehen hat. Einzig das Baustellenchaos im SalzburgerLand hat teils für erschwerte Anreisebedingungen gesorgt. Neben der perfekten Organisation spielte dieses Mal auch der Wettergott mit. Sommerlich und trotzdem nicht zu heiß.

Das kam auch den Einsatzorganisationen zu Gute, allen voran dem Roten Kreuz.

Mit rund 700 medizinischen Versorgungen bei 180.000 Besuchern zeigt sich das Rote Kreuz Salzburg mit dem Einsatz beim größten Electronic-Music-Festival Österreichs zufrieden. An jedem der vier Festivaltage waren rund 180 Helfer im Einsatz, etwa 150 davon Sanitäter. Unterstützt wurden sie von Notärzen, Sondereinheiten sowie einer mobilen Leitstelle. Der Großteil der Einsätze betraf kleinere chirurgische Verletzungen, internistische Versorgungen sowie hitzebedingte Beschwerden.

„Dank unserer langjährigen Erfahrung mit diesem Festival waren wir gut vorbereitet und konnten so rasch und zielgerichtet helfen“, so Stefan Soucek, interimistischer Leiter des Rettungsdienstes und Rotkreuz-Koordinator für das Festival“ erklärt Soucek.

 

Versorgungszentrum für eine Kleinstadt

Aufgebaut wurde eine Infrastruktur, die jener einer Kleinstadt entspricht: Vier Sanitätsstationen mit einem zentralen Medical Center, rund 40 Einsatzfahrzeuge sowie modernste digitale Patienten--Erfassung – letztere in Kooperation mit dem Bayerischen Roten Kreuz. „Bei knapp 50.000 Besuchern pro Tag bewegen wir uns in den Dimensionen einer Kleinstadt und dementsprechend haben wir auch unsere Infrastruktur am Salzburgring geplant“, ergänzt Soucek.

Ein zentrales Ziel des Einsatzes war es, den Regelrettungsdienst und umliegende Krankenhäuser nicht zusätzlich zu belasten. „Wir wollen die medizinische Versorgung so weit wie möglich direkt am Gelände abdecken. Nur wenn eine Behandlung vor Ort nicht möglich ist, wird eine Überstellung ins Krankenhaus notwendig“, erklärt Soucek. Dieses Konzept bewährte sich auch heuer – die meisten Patienten konnten direkt vor Ort versorgt werden.

14 Tonnen Material für vier Tage Einsatz

Ein Einsatz dieser Größenordnung erfordert akribische Vorbereitung: Die Planungsphase dauert rund neun Monate, für Auf- und Abbau sind jeweils etwa sieben Tage erforderlich. Die Logistikstaffel des Roten Kreuzes transportierte insgesamt rund 14 Tonnen Material mit fünf LKWs zum Festivalgelände – darunter Zelte, Feldbetten, medizinische Ausrüstung und Verpflegung.

 

Notfall-App: „SafeNow“ unterstützte Einsatzkräfte

Erstmals kam beim Electric Love Festival die Notfall-App „SafeNow“ zum Einsatz, die speziell für das Festivalgelände adaptiert wurde. Nach dem Download und Betreten des Festivalareals befanden sich die Nutzer automatisch in einer definierten Sicherheitszone, in der im Ernstfall per Knopfdruck ein Alarm ausgelöst werden konnte. Dieser wurde direkt an das Event Control Center (ECC) übermittelt, wo geschulte Disponenten die Anfrage entgegennahmen und umgehend telefonischen Kontakt herstellten. Dank integrierter Geo-Tracking-Funktion war der genaue Standort der betroffenen Person für die Einsatzkräfte sofort ersichtlich, wodurch zeitaufwendige Ortsbeschreibungen entfielen. Je nach Lage wurden gezielt die zuständigen Einsatzorganisationen – Rettungsdienst, Sicherheitsdienst oder Polizei – alarmiert.

Polizei bilanziert: „friedlich und entspannt“

Bei verkehrspolizeilichen Schwerpunktkontrollen erfolgten annähernd 900 Alkotests, an die 120 Suchtmittelvortests und 78 Anzeigen nach verkehrsrechtlichen Bestimmungen.

Die Polizei erstattete 31 Anzeigen nach dem Suchtmittelgesetz und durchsuchten 431 Personen und 85 Fahrzeuge. Dabei wurden die Beamten auch fündig:  14 Gramm Kokain, elf Gramm Cannabis, 13 Gramm MDMA, drei Gramm Cetamin, fünf Joints und eine Ecstasy Tablette.

Zudem gab es „einige wenige Anzeigen“ wegen gegenseitigen Körperverletzungen und Diebstählen.

Gegen acht private Drohnenpiloten, die mit Drohnen über das Veranstaltungsgelände flogen, hagelte es ebenfalls Anzeigen.

Vereinzelt zeigten Personen die Vermutung der Verabreichung von KO-Tropfen an. Ein Tatverdacht oder etwaige Folgen durch KO-Tropfen wurden nicht genannt.

Das gesamte Festival verlief aus Sicht der Polizei in Anbetracht der hohen Besucheranzahlen sehr friedlich und entspannt.

 

Fortsetzung folgt

Der Termin für die 14. Ausgabe des Festivals steht bereits fest: Das Electric Love Festival 2027 wird vom 8. Bis 10. Juli 2027 über die Bühne gehen.

# ELF 2026 - Impressionen 1

# ELF 2026 - Impressionen 2

# ELF 2026 - Impressionen 3 

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