Taste of Tomorrow: Michelin-Sterne und Newcomer in Klessheim
07.10.2026
Geschmackvolles Finale des Nachwuchswettbewerbs Taste of Tomorrow in der Tourismusschule Salzburg Klessheim: Acht Kandidaten aus Österreich und Deutschland setzten sich aus mehr als 100 Einreichungen durch und kochten beim Finale persönlich vor der hochkarätigen Jury. Über die großen Taste-of-Tomorrow-Siegertrophäe freute sich Carina Andress vor Theresa Postl auf Platz zwei und Valentin Wagner auf Platz drei.
„Die Bewerbenden mussten für ihre Einreichung mindestens vier Produkte aus einem vorgegebenen Warenkorb zu den Hauptkomponenten ihres Gerichts machen. Ochsenbackerl trafen dabei auf Rösti-Kartoffeln, Chef Greens, Pasta und Gewürze“, so Vertanstalterin Alexandra Gorsche .
Starköche in der Jury
Um den Teilnehmenden ein möglichst breites Spektrum an Kochexpertise bieten zu können, hat man auf einen hochkarätigen Mix aus etablierten Persönlichkeiten und der nächsten Koch-Generation geachtet. Entstanden ist eine beachtliche Jury mit 10 Michelin-Sternen, 25 Gault-Millau-Hauben und zahlreichen Gabeln: Martin Klein, Harald Irka, Simon Wagner, Lukas Kienbauer, Mike Süsser, Hannes Müller, Didi Maier, Stefan Birnbacher, Vroni Lutz, Dominik Süss, Philipp Stohner, Christoph Forthuber, Daniel Klein, Christian Lankes, Stefan Lastin, , Sebastian Leutgeb, Hermann Poll sowie Stefan Viehauser. Neu in der Jury Josef Leitner, Shootingstar der österreichichen Gastroszene vom Starchenstadl – der Skihütte am Grafenberg im Salzburgerland. Letztes Jahr holte er sich der jungen Pongauer Koch Josef Leitner den Gesamtsieg bei Taste of Tomorrow. Daneben darf er sich schon weitere beachtliche Erfolge auf seine Fahnen heften: Staatsmeistertitel bei den JuniorSkills 2025 und unter anderem auch Sieg beim österreichweiten Kaiserschmarren-Wettbewerb „Smash the Schmarrn“.
Karriereturbo mit Spaßfaktor
Ganz gleich ob Siegertreppchen oder nicht: Alle Teilnehmenden profitierten mit ihrer Teilnahme neben einer aussagekräftigen Punktebewertung, auch von umfassendem Feedback der Profis.
Vorjahressieger Josef Leitner (Junior Küchenchef, Starchenstadl) gab den diesjährigen Finalistinnen und Finalisten einen wertvollen Tipp mit auf den Weg: „Locker bleiben, sauber arbeiten und sich bloß nicht stressen lassen. Bei so einem Kochwettbewerb lernt man unglaublich viele Leute kennen und sammelt Erfahrungen, die man nie wieder vergisst. Das sind Eindrücke und Möglichkeiten, die man unbedingt mitnehmen sollte.“
„Ein Gericht kann technisch hervorragend sein und trotzdem Fragen offenlassen. Eine Idee kann mutig sein, aber im Küchenalltag dennoch nicht funktionieren. Und manchmal steckt hinter einem noch nicht perfekten Teller eine Handschrift, die es zu erkennen und weiterzuentwickeln gilt“, so Martin Klein (Executive Chef, Restaurant Ikarus, im Hangar-7).
Simon Wagner (Küchenchef, Gourmetrestaurant The Glass Garden, Schloss Mönchstein) ergänzt: „Deshalb ist das Feedbackgespräch nach einem Wettbewerb mindestens so relevant wie die Platzierung selbst.“
Wahrlich entsteht die kulinarische Karriere selten ausschließlich am Herd. Mitgestaltet wird sie auch durch Menschen, die Türen öffnen, Wissen weitergeben, Kontakte herstellen oder erkennen, was ein Talent benötigt, damit aus Können eine kulinarische Zukunft werden kann.
Modern, nachhaltig und genussvoll
Über den ersten Platz durfte sich Carina Andress mit ihrer Kreation „Golden Thread” (Le Meridien Vienna) vor der zweitplatzierten Theresa Postl (Tourismusschule Bad Hofgastein) mit „Heiß trifft Kalt: vom Blaufränkisch-Ochsenbackerl bis zum gefrorenen Camembert” sowie Valentin Wagner mit „Der Taco” (Panorama Royal) auf Platz drei über ihre Auszeichnungen freuen.
Die Gewinnenden erhielten nicht nur die begehrte Trophäe, designt von Dreikant, Sichtbarkeit auf der Bühne der „Alles für den Gast 2026“ (07. – 10. November 2026 | Messezentrum Salzburg | Leitthema „Die Neue Gastlichkeit - KI & Mensch") sowie zahlreiche Geschenke der Partnerfirmen.
Vroni Lutz (Besitzerin und Betreiberin, Stuerzer) wirft einen Blick auf die Rolle von Frauen in der Spitzengastronomie: „Die Gastro ist immer noch ein klassischer Männerberuf – da gibt es viel zu wenig Frauen. Dabei bringen sie oft die feineren Sinne mit, denken kreativer und weniger in Hierarchien. Ich feiere jede Küchenchefin! Mit Frauen am Herd verändert sich das Arbeitsklima spürbar, es entsteht ein viel harmonischerer Teamspirit. Dass heuer Frauen ganz vorne mitmischen, ist ein starkes Signal: Sie übernehmen eine wichtige Vorbildfunktion und zeigen jungen Mädels, dass diese Branche auch für sie extrem attraktiv ist.“
Küche, Bühne, Netzwerk und Sprungbrett
Taste of Tomorrow bot auch 2026 wieder ein zukunftsträchtiges Format für die Gastronomieszene. „Bei Taste of Tomorrow sollen die jungen Nachwuchstalente neben ihrer Erfahrung eines spannenden Koch-Wettbewerbs einen Tag mit echten, greifbaren Perspektiven, Mentoring und Netzwerkoptionen mitnehmen können“, so die Veranstalter und Gastgeber Alexandra Gorsche und Heimo Jessenko (Jego GmbH) abschließend.
Die Teilnehmenden
Platz 1: Carina Andress, Jahrgang 2001, bringt bereits Erfahrungen aus der professionellen Gastronomie mit. Bis September 2026 ist sie im Le Méridien Vienna tätig, ab Mitte Oktober führt ihr Weg ins TIAN Restaurant Wien.
Platz 2: Theresa Postl, Jahrgang 2009, konnte bereits Erfahrungen bei Lukas Nagl sammeln, ein früher Einblick in unterschiedliche Facetten anspruchsvoller Küche. Seit 2023 ist sie an der TS Bad Hofgastein
Platz 3: Valentin Wagner, Jahrgang 2004, ist seit Mai 2026 als Commis de Cuisine im Panorama Royal in Bad Häring (Tirol) tätig.
Hannah Berndl, Jahrgang 2009, besucht seit 2023 die HLF Krems mit Schwerpunkt Hotelmanagement. Damit gehört sie zu jenen Finalist:innen, die noch mitten in ihrer Ausbildung stehen und dennoch bereits den Schritt auf die Wettbewerbsbühne wagen.
Hubertus Distl, Jahrgang 2009, besucht seit September 2023 die Tourismusschule MODUL der Wirtschaftskammer Wien. Auch er zeigt damit, wie früh der Aufbau einer eigenen kulinarischen Handschrift beginnen kann.
Julia Herndler, Jahrgang 2008, besucht seit 2022 die Tourismusschulen HLF Krems und befindet sich derzeit im fünften Jahrgang.
Christoph Unterberger, Jahrgang 2006, absolviert seit November 2025 seine Lehre zum Koch in der HOCHKÖNIGIN – Mountain Resort und bringt damit die Perspektive der klassischen praktischen Ausbildung mit ins Finale.
Tobias Wagner, Jahrgang 2002, arbeitet seit 2026 als Demi Chef de Cuisine im Hotel Sacher Salzburg. Er gehört damit zu den Finalisten, die bereits unmittelbar im professionellen Küchenalltag Verantwortung übernehmen.

