Red Bull X-Alps 2021: Chrigel Maurer holt 7. Sieg

29.06.2021

Maurer (c) zooom Christian Lorenz
Seriensieger Maurer

Der sechsfache Champion holte sich, nachdem er gestern fast 400 km geflogen ist, in einer beeindruckenden Schluss Performance seinen siebten Red Bull X-Alps Sieg in Folge. Der Steirer Simon Oberrauner kämpft nach wie vor im Spitzenfeld um einen Podestplatz. Der Salzburger Paul Guschlbauer befindet sich momentan auf dem starken sechsten Platz.

In einer Zeit von 8 Tagen, 6 Stunden, 30 Minuten und 28 Sekunden schaffte es Chrigel Maurer an Tag 9, mit 130 km Vorsprung vor dem nächsten Athleten ins Ziel in Zell am See. Seine vierköpfige Verfolgergruppe befindet sich noch auf dem Weg zu Turnpoint 11 am Kronplatz im Kampf um die restlichen beiden Podiumsplätze. Der beeindruckende Flug brachte den 38-jährige Schweizer gestern von Fiesch in der Schweiz nach Meran in Südtirol. 

Trotz schlechter Wettervorhersage nördlich des Alpenhauptkammes, entschied sich Maurer, auf dieser Seite zu bleiben und sein Glück auf vertrautem Terrain zu versuchen, anstatt wie Pinot, Outters, Oberrauner und von Känel nach Süden in Richtung Italien zu fliegen. 

Da keine Thermik vorhanden war, mussten diese Athleten das Rennen zu Fuß fortsetzen, während Maurer seinen Vorsprung Minute um Minute ausbauen konnte. Doch es war ein anstrengender und herausfordernder Flug, mit starken Windböen bis 50 km/h, Turbulenzen und sinkender Luft; mehr als einmal kollabierte sein Schirm.

Am frühen Nachmittag landete er auf dem Gipfel des Kronplatz, Turnpoint 11, von dort holte er zum finalen Schlag aus und erreichte das Landungsfloß im Zeller See um 18 Uhr.

RED BULL X-ALPS: FÜHRENDE GEHEN IHREN EIGENEN WEG

28.06.2021

Chrigel Maurer (c) zooom Vitek Ludvik
Leader Chrigel Maurer

Für Maxime Pinot (FRA1) begann der Tag kurz vor 5 Uhr morgens am Fuße des langen Anstiegs zum Simplonpass, der die Schweiz mit Italien verbindet. Er begann auch schnell - selbst seine Supporter konnten nicht glauben, welches Tempo er vorlegte, als er die 1.000 Höhenmeter zur Passhöhe hinauflief. „Wenn der Körper mir sagt, dass ich pushen kann, dann pushe ich“, sagte er. 

Nachdem er den gestrigen Tag Schirm an Schirm mit Chrigel Maurer (SUI1) verbracht hatte - und dabei die meiste Zeit in Führung lag - war er motiviert, heute alles zu geben, besonders jetzt, da der Mont Blanc hinter ihm liegt.

Fünfzehn Kilometer weiter nördlich entschied sich Maurer für eine völlig andere Route, um den nächsten Turnpoint zu erreichen, einen virtuellen Zylinder über dem Piz Palü, 140 km weiter östlich. Er wählte eine nördlichere Linie, die sich teilweise mit der Route Richtung Mont Blanc überschnitt. Das war zwar schneller, aber auch länger. 

 

Gold und Silbermedaille für HSV Red Bull Salzburg beim Weltcup in Bled

28.06.2021

World Cup Bled (c) HSV Red Bull Salzburg
World Cup Bled

Beim zweiten Stopp des Fallschirmsprung-Weltcups, der am Wochenende in Bled/Slowenien stattfand, holten die Athleten des HSV Red Bull Salzburg gleich zwei Medaillen im Fallschirm-Zielspringen. Trotz schwieriger Bedingungen konnten die Salzburger ihre Top-Form unter Beweis stellen. Sebastian Graser gewann die Wertung der Junioren, seine Teamkollegin Julia Schosser belegte Rang Zwei bei den Damen. Insgesamt waren 36 Teams am Start, der HSV Red Bull Salzburg stellte zwei davon.

Trotz starken Windes und wechselhafter Thermik konnte sich Sebastian Graser mit nur 5cm Abweichung nach acht Sprüngen die Goldmedaille in einem sehr starken Teilnehmerfeld der Junioren, und somit Rang Vier in der Gesamtwertung, sichern. „Ich bin mit meiner Leistung extrem zufrieden. Vor allem weil ich an meine Wettkampfform des letzten Jahres anknüpfen und zeigen konnte, wie gut ich springen kann. Jetzt freue ich mich auf die nächsten Wettkämpfe“, zeigt sich der 24-jährige Elsbethner mehr als zufrieden mit seiner Leistung.

Bei den Damen zeigte seine Teamkollegin Julia Schosser mit nur 13cm Abweichung eine Spitzen-Leistung und durfte verdient die Silbermedaille mit nach Hause nehmen. „Es war mir eine große Ehre aufgrund meiner vergangenen Leistungen im Team HSV Red Bull Salzburg 1 springen zu dürfen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit einem 3cm Sprung habe ich dann aber gut in den Bewerb gefunden und konnte mein bisherig bestes Zielergebnis aufstellen und mir damit die Silbermedaille holen“, freut sich die 33-jährige Thalgauerin über ihr Spitzenergebnis. Ihre Teamkollegin Marina Kücher wurde Sechste in der Damenwertung.

 

RED BULL X-ALPS 2021 : Teams erreichen die Schweiz

23.06.2021

Vielleicht war es der Gedanke an ein selbstgemachtes Raclette oder die Verlockung bekannter Orte und Menschen. Was auch immer der Grund war, die Schweizer Athleten Patrick von Känel (SUI2) und Chrigel Maurer (SUI1) waren die ersten, die  heimischen Boden betraten und sich von den österreichischen Bergen verabschiedeten.

Die beiden starteten den Tag gemeinsam in der Nähe des Arlbergpasses und machten sich um 5 Uhr morgens auf den Weg zur 2.686 m hohen Krachelspitze. Es war ein herausfordernder Aufstieg, und bald mussten sich die beiden durch Schnee und Nebel kämpfen, um den Gipfel zu erreichen.

„Ich freue mich auf jeden Fall auf die Schweiz. Ich bin dort aufgewachsen, habe dort das Fliegen gelernt und es ist, als würde ich nach Hause kommen,“ sagt Patrick von Känel.

Während er ein steiles Schneefeld hinaufwanderte, erklärte Maurer: „Jetzt wird es schwer – es ist sehr steil. Da ist immer noch ein bisschen Druck, wie man fliegt, wo man fliegt, wann man fliegt, den ganzen Tag das gleiche Spiel. Gute Wettervorhersage, schlechtes Wetter! 

Die beiden haben aber noch mit etwas anderem zu kämpfen, wenn sie in ihr Heimatland kommen. Maurers Unterstützer Thomas Theurillat sagte: „Wir kommen zwar jetzt in die Schweiz, aber wie jeder weiß ist die Schweiz ein Land der Vorschriften, es gibt viele Lufträume und Zonen in denen Starts und Landungen verboten sind. Aber wir sind noch fit und motiviert.“

Weiter hinten im Feld konnte sich Maxime Pinot (FRA1) auf den fünften Platz vorkämpfen, nachdem er auf dem Weg zum Turnpoint 3 in Kitzbühel einen tückischen Fehler gemacht hatte. Nach einigen guten Flügen ist er nun in der Verfolgergruppe, nur 30 km hinter Maurer und von Känel. Andere Athleten in dieser Gruppe sind Benoît Outters (FRA2), Aaron Durogati (ITA1) und der Rookie Damien Lacaze (FRA5), die allesamt dem Spitzenduo gefährlich werden könnten.

 

VALI HÖLL VERTEIDIGT CRANKWORX TITEL IN INNSBRUCK

21.06.2021

Vali Höll (c) Breitenberger
Vali Höll

Die 19-jährige Salzburgerin Vali Höll bleibt das Maß aller Downhill-Dinge beim traditionellen Abschluss für das Crankworx Innsbruck Festival am Sonntagnachmittag und verteidigt ihren Titel. Die Hitzeschlacht im Bikepark Innsbruck bei den Herren entscheidet der Franzose Loris Vergier nach einem sauberen Lauf für sich und führt ein komplett neues Downhill-Podest an.

Nach dem ersten Elite-Sieg ihrer Karriere bei Crankworx Innsbruck 2020 sicherte sich die regierende Junioren Weltmeisterin Vali Höll ihren zweiten Erfolg in der obersten Rennklasse auf der gleichen Strecke. Am Donnerstag holte sie bereits Bronze im Dual Slalom. Am Sonntag vergoldete sie ihre noch junge Karriere mit einer weiteren Crankworx Downhill Medaille und ist dabei 11 Sekunden schneller als noch im vergangenen Oktober und schrammte mit 3:01,06 nur ganz knapp an der 3-Minuten Marke.

Auf Rang zwei landete mit Nina Hoffmann (3:03,094) aus Jena eine weitere deutschsprachige Athletin auf dem Podium. Bei ihrem Crankworx Debut finishte die Weltcup-Fahrerin sieben Zehntel vor der Britin Tahnée Seagrave (3:04,308), die zum ersten Mal in Innsbruck am deuter Downhill Innsbruck presented by Raiffeisen Club-Treppchen stand.

Der 1,6 Kilometer lange Trail im Bikepark Innsbruck ist sowohl technisch anspruchsvoll, aber vor allem ist er schnell und mit Loris Vergier (2:39,936) gelang es zum ersten Mal in der fünfjährigen Geschichte des Festivals im Herzen der Alpen einem Franzosen, sich an die Spitze des Downhill-Feldes zu setzen. Nur etwas mehr als drei Zehntelsekunden hinter ihm wurde der Australier Troy Brosnan, der bereits 2012 als Jungspund beim berühmt-berüchtigten Nordkette Downhill am Start war, Zweiter (2:40,218). Hinter dem Weltcup-Gewinner von letzter Woche im salzburgischen Leogang präsentierte sich der Kanadier Finn Iles (2:40,516) als starker Dritter.

Aus österreichischer Sicht erfreulich: Der Steirer Andreas Kolb platzierte sich mit Rang 5, nach einem 7. Platz 2020, wieder etwas weiter vorne in der Weltspitze.