FIS Skiflug Weltmeisterschaften Kulm 2024: Neues Athletendorf fertiggestellt

16.01.2024

Andreas Goldberger und WM-Projektleiter Christoph Prüller (c) OK KULM
Andreas Goldberger und WM-Projektleiter Christoph Prüller

Skiflug-Events in Bad Mitterndorf stellen die Verantwortlichen des Österreichischen Skiverbandes und des lokalen Organisationsteams, gerade was die Infrastruktur betrifft, immer wieder vor große logistische Herausforderungen. Umso erfreulicher ist, dass der Bund und das Land Steiermark im Zuge der sechsten Skiflug-WM im Ausseerland gemeinsam mit dem Skiverband an einem Strang ziehen, um den Kulm fit für die Zukunft zu machen.

So konnten sich Bund, Land und ÖSV im Vorfeld der Int. Titelkämpfe auf ein gemeinsames Infrastrukturprogramm einigen. Zentraler Punkt dieses Maßnahmenpakets war ein neues Athletendorf, welches vor kurzem fertiggestellt werden konnte. „Dieses ganzjährig nutzbare Gebäude wurde in nachhaltiger Bauweise errichtet und gewährt uns die notwendige Flexibilität, um die vielen Herausforderungen rund um eine Skiflug-Veranstaltung noch besser bewältigen zu können“, so WM-Projektleiter Christoph Prüller

Für ÖSV-Generalsekretär Christian Scherer ist der Bau des Athletendorfes „ein positives Signal und eine richtungsweisende Investition in die Zukunft des Kulms. Mit diesen infrastrukturellen Maßnahmen wollen wir die Voraussetzungen dafür schaffen, den Kulm zukünftig zumindest drei Mal in einem olympischen Zyklus – also in vier Jahren – bedienen zu können. Ein großer Dank gilt dem Land Steiermark und dem Sportministerium für die finanzielle Unterstützung und gute Zusammenarbeit.“ 

Einladend, funktionell und nachhaltig

Das Athletendorf selbst, welches neben den Räumen für die Sportler auch über ein Lager, Büroräumlichkeiten sowie Sanitäranlagen verfügt, konnte in nur zwei Monaten Bauzeit realisiert werden und ist neben seiner Funktionalität auch ein echter „Hingucker“. Vor allem die sichtbare Holzbauweise verleiht dem Gebäude einen hochwertigen und einladenden Charakter.

Mit dem neuen Objekt ist auch die Vielzahl an Containern, welche bisher pro Event auf- und abgebaut werden mussten, Geschichte. „Dadurch können wir in Zukunft nicht nur Transportkosten einsparen, sondern durch die Reduktion der damit verbundenen CO2-Emissionen auch der Umwelt etwas Gutes tun“, so Prüller. „Zudem wird das neue Gebäude mit einer Pelletheizung nachhaltig geheizt.“

Einer der ersten, die sich von den Vorzügen des neuen Athletendorfes überzeugen konnten, war Andreas Goldberger, der 1996 mit seiner Skiflug-Goldmedaille am Kulm ganz Österreich in Freudentaumel versetzte: „Hier wird ein toller Komfort geboten – alles ist sehr geräumig und auch zum Aufwärmen geeignet. Die Athleten dürfen sich wirklich freuen, wenn sie hier am 25. Jänner im wahrsten Sinne des Wortes einchecken“, so der dreifache Gesamtweltcupsieger.

Groß ist auch die Vorfreude im WM-Ort selbst. „Es ist schön zu sehen, dass vor der Skiflug-WM 2024 noch einige Infrastrukturmaßnahmen, wie das Athletendorf oder auch die neue Zufahrtstraße und Eisenbahnkreuzung umgesetzt werden konnten. Bad Mitterndorf lebt den Kulm und freut sich gemeinschaftlich jedes Mal auf diesen Event. Ich hoffe, dass die Athleten viel Freude mit ihrem neuen Zuhause haben“, erklärt Veronika Grill, Bürgermeisterin der Marktgemeinde Bad Mitterndorf. 

Neben der Errichtung des Athletendorfes wurde auch in die Erweiterung des Windnetzes investiert. Zudem mussten Anpassungen im Schanzenauslauf, im Bereich des Kampfrichterturms und bei den Stiegen zum Starthaus vorgenommen werden, um den Anforderungen seitens des Internationalen Ski- und Snowboardverbandes/FIS gerecht zu werden.

 

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